ACTION SYSTEMS

 

Das Konzept der ACTION SYSTEMS verfügt über zahlreiche Wurzeln. Es beinhaltet Ideen des Action Research (Argyris), des Soziotechnischer Systemansatzes (Trist), des Experiential Learning (Kolb),  der multiparty-issues (Vansina), der Organisationskultur (Schein), der Affektlogik (Ciompi)  und der lernenden Organisation (Senge).

Der stärkste Einfluss auf die Konzeption von ACTION SYSTEMS ging von Leo VANSINAs Konzept der verhaltensorientierten Kooperationssimulation aus. Sein legendärer "Yacht-Club" basierte auf ein reales Transformationsvorhaben bei St. Petersburg Anfang der 90er Jahre. Daraus extrahierte er eine verhaltensorientierte Simulation, in deren Mittelpunkt "multiparty-issues" und das Erforschen der Psychodynamik in schwierigen Veränderungsprozessen stand.

Wesentliche Weiterentwicklungen zum
ACTION SYSTEMS - Ansatz folgten:

► Ausbalancierte Ausgangslagen für alle Interessensparteien, mit wechselseitigen Abhängigkeiten, wodurch keine implizite Bevorzugung erfolgt

► grundsätzlich bewältigbare, ergebnisoffene Aufgaben, denn es sollen erfolgsversprechende Wege und nicht das Scheitern exploriert werden

► sinnlich - attraktive Szenarien, die Aktivierung, Entspannung und Konstruktivität anregen

► hohe, praxisnahe Komplexität, so dass es einzelnen nicht möglich ist das gesamte Geschehen zu überblicken

► Double Action  &  Triple Operation  (DATO)


DATO ist wesentliches Merkmal eines jeden ACTION SYSTEM - Szenarios.
Double Action verweist auf die zweifache Aufgabenstellung. Einerseits sind rollenkonform Ziele und Interessen auf der Sachdimension zu verfolgen. Andererseits gilt es die Prozessdimension im Auge zu behalten und die Entwicklungen im Beziehungsgefüge zu reflektieren.                                                  
Triple Operation verdeutlicht die gleichzeitige Herausforderung auf drei Ebenen:
a) auf individueller Ebene geht es darum den persönlichen Zustand konstruktiver Handlungsfähigkeit zu erhalten und dazu aus dem reichhaltigen Angebot von Stimuli sorgsam auszuwählen;
b) auf Beziehungsebene soll die Qualität der sozialen Kontakte, der Kommunikation und der Entscheidungen laufend erhöht werden;
c) auf Organisationsebene gilt es strukturelle wie kulturelle Faktoren so zu gestalten, dass das Entstehen von Vertrauen, Transparenz, Integration und Verbindlichkeit begünstigt wird.

Für die Konzeption eines ACTION SYSTEMS liefert der "Rohdiamant der Vielfalt" eine gute Orientierung. Die Erhöhung von Komplexität in einer Dimension bewirkt oft automatisch eine Zunahme in einem anderen Bereich. Um das Funktionieren eines Szenarios zu gewährleisten, sind dann Begrenzungen auf anderen Gebieten notwendig.